Allgemeine Geschäftsbedingungen
FestlAppi
Stand: Oktober 2026
1. Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen FestlAppi, Armin Hilber, Höhenweg 101, 6150 Steinach am Brenner, Österreich („wir“) und dem Verein oder der sonstigen Organisation, die eine Lizenz für FestlAppi anfragt oder erwirbt („Kunde“). Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir sie schriftlich bestätigen. Zusätzlich gelten die Nutzungsbedingungen.
2. Anfrage und Vertragsschluss
Mit der Anfrage erklärt sich der Kunde mit diesen AGB und den Nutzungsbedingungen einverstanden. Die Anfrage ist unverbindlich und verpflichtet weder uns noch den Kunden zu einem Vertragsabschluss. Der Vertrag kommt zustande, sobald wir die Lizenz bestätigen (zum Beispiel per E-Mail) oder die Lizenz freischalten. Wir besprechen vorab Termin, Funktionsumfang und Entgelt.
3. Leistungen
Wir stellen dem Kunden für den vereinbarten Zeitraum die Nutzung von FestlAppi zur Verfügung: die App für iPhone und iPad, die Web-App, die Serverdienste für Speicherung und Synchronisierung sowie die vereinbarten Funktionen (zum Beispiel Terminal, Kassa, Küche, Kellner). Der Funktionsumfang ergibt sich aus der Lizenz. Wir dürfen die App weiterentwickeln, solange der vereinbarte Funktionsumfang erhalten bleibt. Der Kunde benötigt eigene Geräte, Internet bzw. WLAN und, falls gewünscht, Bondrucker.
4. Nutzungsrecht
Der Kunde erhält ein einfaches, nicht übertragbares Recht, FestlAppi für die Dauer der Lizenz bei seinen eigenen Veranstaltungen zu nutzen. Rechte an der Software verbleiben bei uns. Die Daten des Kunden bleiben seine Daten.
5. Pflichten des Kunden
- Zugangsdaten (Lizenz-PIN, QR-Codes, Admin-Zugang) vertraulich behandeln und Missbrauch unverzüglich melden.
- Eingaben (Speisekarte, Preise, Abrechnung) auf Richtigkeit prüfen und die für die Veranstaltung geltenden Vorschriften einhalten, insbesondere Steuer-, Gewerbe- und Jugendschutzrecht.
- Die Datenschutzpflichten erfüllen, die ihn als Verantwortlichen treffen, zum Beispiel Mitarbeiter über die Datenverarbeitung informieren.
- Die Nutzungsbedingungen einhalten und das System rechtzeitig vor der Veranstaltung testen.
6. Entgelt
Das Entgelt wird vor Vertragsschluss gesondert vereinbart und von uns bestätigt. Ob und in welcher Höhe Umsatzsteuer anfällt, wird in der Bestätigung bzw. Rechnung ausgewiesen. Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zu bezahlen.
7. Laufzeit und Beendigung
Die Lizenz gilt für den vereinbarten Zeitraum und endet danach automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Das Recht beider Seiten, den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos zu beenden, bleibt unberührt, etwa bei schwerem Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen. Nach Ende der Lizenz kann der Kunde seine Daten noch für einen angemessenen Zeitraum exportieren; danach löschen wir sie auf Wunsch bzw. nach Ablauf einer angemessenen Frist (siehe Anlage 1, Punkt J).
8. Gewährleistung und Haftung
Wir sorgen dafür, dass FestlAppi im Wesentlichen wie beschrieben funktioniert, und beheben Fehler in angemessener Zeit. Für Verfügbarkeit, Notfallmodus und Haftung gelten die Regelungen in den Nutzungsbedingungen (Punkte 6 und 7). Gegenüber Verbrauchern bleiben zwingende gesetzliche Rechte unberührt.
9. Datenschutz
Für die Daten, die der Kunde mit FestlAppi verarbeitet (Bestellungen, Kellner, Abrechnung), ist der Kunde Verantwortlicher; wir verarbeiten sie in seinem Auftrag. Die dafür nach Art. 28 DSGVO erforderliche Vereinbarung ist Bestandteil dieser AGB (Anlage 1) und gilt mit Vertragsschluss als abgeschlossen. Für Lizenzverwaltung und Betrieb der Server sind wir selbst verantwortlich. Einzelheiten: Datenschutzerklärung App und Web-App.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss der Verweisnormen und des UN-Kaufrechts. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften bleiben unberührt. Gerichtsstand gegenüber Unternehmern ist das sachlich zuständige Gericht für Steinach am Brenner bzw. Innsbruck. Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt). Sind einzelne Bestimmungen unwirksam, bleibt der Rest wirksam.
Anlage 1: Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO)
Zwischen dem Kunden („Verantwortlicher“) und FestlAppi, Armin Hilber („Auftragsverarbeiter“). Sie wird mit Vertragsschluss Teil der AGB.
A. Gegenstand und Dauer
Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen die Software FestlAppi samt Serverbetrieb bereit und verarbeitet dabei personenbezogene Daten in dessen Auftrag. Die Dauer richtet sich nach der Laufzeit der Lizenz.
B. Art, Zweck, Daten und Betroffene
- Zweck: Speicherung, Synchronisierung und Bereitstellung der Daten für Bestellung, Küche, Kassa, Abrechnung und Archiv.
- Datenarten: Namen oder Kürzel von Kellnern und Mitarbeitern, Anmeldeschlüssel, Bestelldaten (Tisch, Artikel, Mengen, Beträge, Zeit, Anmerkungen), Speisekarte, Abrechnungsdaten.
- Betroffene: Mitarbeiter und Helfer des Verantwortlichen sowie Gäste (Gäste geben keine persönlichen Daten ein).
Besondere Kategorien personenbezogener Daten sind nicht vorgesehen und dürfen nicht eingegeben werden.
C. Weisungen
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen, wozu auch die Nutzung der App und die Vereinbarungen in diesen AGB zählen. Hält er eine Weisung für rechtswidrig, weist er den Verantwortlichen darauf hin.
D. Vertraulichkeit
Personen, die Zugang zu den Daten haben, sind zur Vertraulichkeit verpflichtet.
E. Technische und organisatorische Maßnahmen
- Verschlüsselte Übertragung (HTTPS/TLS).
- Trennung der Daten je Lizenz durch Zugriffsregeln auf dem Server; Gäste-QR-Codes und Küchenanzeige arbeiten mit zufälligen Schlüsseln.
- Admin-Zugang nur mit Anmeldung; Zugriff auf den Server nur durch den Auftragsverarbeiter mit Schlüsselauthentifizierung.
- Gehärteter Server mit Firewall und regelmäßigen Sicherheitsupdates; Zugriffsprotokolle werden nach kurzer Zeit automatisch gelöscht.
- Regelmäßige Datensicherungen und Überwachung der Erreichbarkeit.
- Rechenzentrum in Deutschland (IONOS SE).
F. Unterauftragsverarbeiter
Der Verantwortliche erteilt die allgemeine Genehmigung zum Einsatz folgender Unterauftragsverarbeiter:
- IONOS SE, Elgendorfer Straße 57, 56410 Montabaur, Deutschland: Serverbetrieb und Datensicherung.
- Google Ireland Limited / Google LLC (Firebase/Cloud Firestore): nur für noch nicht umgezogene ältere Lizenzen und als Sicherung früherer Daten; die Nutzung wird nach Abschluss der Umstellung beendet.
Über beabsichtigte Änderungen informiert der Auftragsverarbeiter vorab (E-Mail genügt); der Verantwortliche kann aus wichtigem Grund widersprechen. Unterauftragsverarbeiter werden vertraglich zu mindestens gleichwertigem Datenschutz verpflichtet.
G. Unterstützung bei Betroffenenrechten
Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen mit geeigneten Mitteln bei Anträgen Betroffener (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Übertragbarkeit, Widerspruch), insbesondere durch Export und Löschung der Daten.
H. Unterstützung bei Pflichten des Verantwortlichen
Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen bei Datensicherheit, Meldung von Datenschutzverletzungen, Datenschutz-Folgenabschätzung und Konsultation der Aufsichtsbehörde, soweit nötig und zumutbar. Eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten meldet er dem Verantwortlichen unverzüglich.
I. Nachweise und Kontrollen
Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen auf Anfrage die erforderlichen Informationen zum Nachweis der Pflichten bereit und ermöglicht Überprüfungen nach vorheriger Anmeldung und zu üblichen Geschäftszeiten.
J. Rückgabe und Löschung
Nach Ende der Lizenz stellt der Auftragsverarbeiter die Daten auf Wunsch als Export (CSV/PDF) bereit und löscht sie danach bzw. spätestens nach Ablauf einer angemessenen Frist, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht. In Sicherungen können Daten noch kurzzeitig bis zum turnusmäßigen Überschreiben vorhanden sein.
K. Schlussbestimmung
Bei Widersprüchen zwischen dieser Anlage und den übrigen AGB gehen im Bereich des Datenschutzes die Regelungen dieser Anlage vor. Die Verantwortung für die Rechtmäßigkeit der Datenverarbeitung gegenüber den Betroffenen trägt der Verantwortliche.